Biografie

Gegenwart Teil 1
Überall sprießen in den letzten Jahren mir nichts dir nichts Filmproduktionen aus dem Boden. Fotografen, die nun auch filmen, und Filmer, die nun auch fotografieren. Agenturen, die sich bisher auf Internet, Design oder Print spezialisierten, bieten nun auch das Bewegtbild an. Wie sollen Sie entscheiden, wen Sie am besten mit Ihren Film- oder Fotoprojekten beauftragen sollen? Woran sollen Sie sich orientieren? Dazu kann ich Ihnen in Kürze leider keine Klarheit verschaffen, aber ich kann Ihnen erzählen, warum ich mich dafür entschieden habe, Filmemacher zu werden und warum ich bis heute so dafür brenne.

1980
Außer meiner Geburt gab es in den 80ern zwei wichtige Ereignisse, die mein Leben prägten. Kurz vor dem Umzug von Polen nach Deutschland, stand der erste Berufswunsch fest: Fußballprofi. Nach kläglichen versuchen im örtlichen Fußballverein, kam die Rettung im Jahre 1987. Das Jahr in dem ich den original Star Wars (1977) Film zum ersten Mal gesehen habe. Und so machte mich das Abenteuer Kino der 80er zu einem „das will ich auch machen“ Film-Junkie.

1990
Videokameras waren rar und teuer. Also machte ich meine ersten Bilder mit einer russischen Zenith Fotokamera. Ich mag es, das Leben durch den Sucher „neu“ zu gestalten und das wegzulassen, was in dem Moment die Magie des Augenblicks verraten und zerstören könnte.

Millennium
Kurz vor der Jahrtausendwende machte ich eher schlecht als recht das Abitur. Trotzdem durfte ich parallel ein Jahr unter der Sonne Floridas meinen High School Abschluss machen. Das miese Abi war mir egal, denn wer braucht schon einen 1er NC um visueller Geschichtenerzähler zu werden? Es folgten Praktika bei verschiedenen Film- und Fotoproduktionen bis ich das Filmstudium an der University of Applied Sciences & Arts in Hannover bei Prof. Uwe Schrader begann. Schwerpunkte: Drehbuch und Filmregie. Ebenso lernte ich hier das Foto Film-Entwickeln und damit das Leben in der Dunkelkammer kennen. Zeitgleich machte ich mich als Regisseur und Fotograf selbstständig. Der Abschlussfilm meines Studiums – „Augenblicke“ – wurde ein großer Erfolg und dadurch hatte ich die Möglichkeit, diesen auf 51 Kurzfilmfestivals weltweit zu präsentieren.

Gegenwart Teil 2
Die Zeit verflog und mit knapp 40 Jahren schaue ich mir immer noch gerne die Filme an, welche mich zum filmemachen und fotografieren inspiriert haben. Denn diese Filme haben etwas, was in der heutigen Zeit aufgrund von Profitmaximierung oft übersehen wird: sie berühren die Menschen im Herzen, und entführen den Zuschauer für einen Moment in eine andere Welt. Ein Moment von Magie wird kreiert, der das Geschichten-Erzählen im Zuschauer anregt.

PS: Und mal ehrlich, mit knapp 40 wäre der Fussballprofi schon in Rente, recht langweilig…